This entry was posted on Montag, Mai 17th, 2010 at 12:34 and is filed under Brustreduktion und trotzdem stillen?. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.
Da der Leidensdruck besonders bei jungen Frauen groß ist, entscheiden sie sich meist schon in frühen Jahren für eine Brustreduktion, und dementsprechend bevor das Thema Kinderkriegen in ihrer Lebensplanung auftaucht. Erstmal steht für junge Frauen im Vordergrund, nicht mehr als gesichtslose Wesen wahrgenommen zu werden, denn häufig wird bei Gesprächen der Blickkontakt gemieden und nur auf die Brust geschaut. Durch normal große Brüste erhoffen sich die Frauen eine bessere Lebensqualität, da damit einhergehend nicht nur das psychisches Leid genommen, sondern auch Haltungsprobleme und andere medizinische Probleme behoben werden.
Erst sehr viel später, wenn ein Kinderwunsch besteht, stellt sich den Frauen die Frage ob sie stillen möchten, und sie überhaupt dazu in der Lage sind. Untersuchungen haben gezeigt, dass letztendlich Frauen auch nach einer Brustreduktion stillen können, jedoch nicht klar ist, wie viel sie produzieren können. Dies hängt davon ab, wie viel Drüsengewebe entfernt wurde, und wie es um die Funktionsfähigkeit des Gewebes vor dem Eingriff stand. Wichtig für das Stillen ist auch der Zustand der Milchgänge und Nervenbahnen, die für die Laktation verantwortlich sind. Und je länger der Zeitabstand zwischen Brustreduktion und Schwangerschaft ist, desto besser für die Regeneration die durch die OP zerstörten Milchgänge und Nerven.
Untersuchungen haben weiterhin ergeben, dass mit der zweiten oder dritten Schwangerschaft nach der Brustreduktion sich auch im Vergleich zum ersten Kind die Milchmenge erhöht. Dies ist ein deutlicher Beweis dafür, dass die Rekanalisation der Milchgänge, wie auch die Dauer und der Umfang des Stillens, mitverantwortlich sind für den Erfolg des Stillens In diesem Zusammenhang ist wichtig zu erwähnen, das ein Zusammenhang zwischen Milchproduktion und der Einstellung der Mutter gegenüber dem Stillen besteht.. Besonders in der Anfangszeit ist es wichtig, dass die Mutter Geduld hat und sich und dem Baby genug Zeit gibt, um einen Rhythmus zu finden. Idealerweise sollte sie sich nicht unter Druck setzen und keine Angst davor haben, dass sie nicht genug Milch produziert. Zur Unterstützung der Milchproduktion kann sie ferner Milchbildungstee zu sich nehmen und Pumpen einsetzen.